Marokkanische Hackbällchen – eine kulinarische Entdeckungsreise

Heute entführe ich euch nach Marrakech. Eine kulinarische Entdeckungsreise. Entdeckt mit mir meine Lieblingsstadt und lasst es euch schmecken.

Dieses Jahr ist es wieder soweit und viele Blogger/innen nehmen euch mit in ihr Lieblingsland und stellen euch landestypische Leckereien vor. Danke an Sarah von Das Knusperstübchen, die wieder fleißig unsere Reisen gebucht und organisiert hat.

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Aber jetzt geht es erst einmal ab in den virtuellen Flieger nach Marrakech. Flugzeit 3:50! Anschnallen bitte.

Ich kann gar nicht genau sagen, warum Marrakech so etwas wie meine zweite Heimat geworden ist. Viele Jahre habe ich die Welt bereist, durfte Luxushotels testen und habe die schönsten Länder der Welt gesehen. Doch eine Stadt unter all den Reisezielen hat es mir besonders angetan: Marrakech.

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Wilde Partys, Luxusherbergen und lange Geschichten über Stars, Storys und Aladdin.

Kein Gast der jemals die rote Stadt besucht hat, wird die Eindrücke, die unaufhaltsam ohne Rücksicht auf einen einpreschen, jemals vergessen.

Marrakech berührt die Seele. Ich stimme hier Winston Churchill zu der Marrakech als den schönsten Ort auf der ganzen Welt bezeichnete. Doch was macht diese Stadt so besonders? Sicherlich liegt es zum Einen daran, dass Marokko das liberalste der arabischen Ländern ist und gerade Marrakech dafür bekannt ist, sehr weltoffen zu sein. Aber mehr noch sind es die Begegnungen, die man hier hat. Hier werden schnell Fremde zu Freunden. Der Hauch von Spiritualität liegt in der Luft und eine prickelnde Portion Exotik runden das Bild der Stadt ab. Kein Wunder, dass Marrakech schon seit Jahren zum Hotspot geworden ist und Celebrities wie Madonna, Kate Moss und Kylie Minogue Marrakech als Zufluchtsort für sich entdeckt haben.

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Mittlerweile stampfen Luxushotelketten ihre Herbergen aus dem Boden. Denn wer „In“ sein will, muss eine Dependance in Marrakech haben. Hier darf sich der Pauschaltourist gerne tummeln, doch wer Marrakech wirklich erleben will, zieht sich in eines der alten Riads zurück, die von außen kaum erkennbar, den wohl größten Luxus bieten: Die aufrichtige Freude Gäste wirklich willkommen zu heißen.

Inmitten in der Medina vor uralter Kulisse, zwischen Werkstätten, Männern die zur Gebetszeit in die Moscheen strömen und Frauen auf dem Weg ins Hamam eilen, zwischen Eselskarren und weitab vom Pauschaltourismus haben mittlerweile auch einige deutsche kleine Paradiese erschaffen, indem vor allem kreative Menschen herzlich willkommen sind. Meist haben die Riads nicht mehr als 5-6 kleine Suiten und wunderschöne Dachterrassen. Hoch oben auf der Dachterrasse kann man mit seinem Liebsten/seiner Liebsten auf dem Tapis Volant den Sternenhimmel teilen oder einfach seinen Blick über Marrakech schweifen lassen. Beeindruckend wenn das Atlasgebirge mit den feinen Schneespitzen das Bild vervollständigt. Hier ist man nicht nur Gast, sondern ganz schnell Teil des Ganzen.

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Marrakech bei Tag

Tagsüber lässt man einfach die Seele baumeln oder taucht ein in die Souks mit ihren einladenden, bunten Geschäften. Schuhe, Taschen, herrliche Silberwaren und prächtig bestickte Tuniken. Keinen wundert es hier, Jean Paul Gaultier in einem heruntergekommenen Shop beim Preise feilschen zu treffen. Dieser hat schon ganze Kollektionen in Marrakech herstellen lassen. Aber auch Gewürze gehören zum „must have“ bei einer ausgiebigen Shoppingtour. Beim „Herboriste du Paradis“ kauft man nicht nur duftende Gewürze, sondern auch wohlwollende Pflegeprodukte mit Argan Öl. Eine Ruhepause legt man im Cafe Arabe ein. Ein einladender Ort inmitten der Souks mit moderaten Preisen.

Am Nachmittag empfehle ich einen Ausflug in den Garden Majorelle, der 1980 von Yves Saint Laurent vor dem Verfall gerettet wurde und ein Atelier dort errichtete. Das Majorelle –Blau zieht sich durch den ganzen Garten. Hier kann man inmitten von prächtigen Blumen und Pflanzen die Mittagssonne genießen und sich auf einer der Parkbänke niederlassen. Eine Erfrischung im Café du Jardin Majorelle ist ebenso ein „must do“ im berühmten Garten, wie unzählige Fotoaufnahmen um die Farbenwelt mit nach Hause zu nehmen.

 Marrakech bei Nacht

Am Abend wird Marrakech zu einer einzigen Attraktion. Das Angebot ist so groß, dass man sich kaum entscheiden kann. Ausgangspunkt ist der Jemaa El Fna, der Marktplatz von Marrakech. Hier treffen sich nachts Einheimische und Besucher, Wahrsager, Geschichtenerzähler und Medizinmänner. Hunderte von Garküchen laden für kleines Geld zum Verweilen ein. Danach tummelt man sich in eines der In-Restaurants und Bars.

Auf jeden Fall muss man dem Restaurant La Trattoria einen Besuch abzustatten.

Das Restaurant ist schon so viele Jahre ein Hotspot in Marrakech, dass man sich Marrakech ohne die La Trattoria kaum noch vorstellen kann. Hier speisten schon Brigitte Bardot, Yves Saint Laurent, Jean Paul Belmondo und viele mehr. Und noch heute trifft man hier die interessantesten Gäste. Mein Tipp: Sich unbedingt das Gästebuch zeigen lassen.

Ein anderes Highlight ist der Club AZAR, der nicht nur feinste libanesische Küche bietet, sondern auch im Erdgeschoss einen exklusiven Club betreibt. Marina, die sich selbst als Fee des Club Azar betitelt, hat eine Welt voller Kitsch und Pomp erschaffen, die in Marrakech seinesgleichen sucht. Dieser Club könnte auch in New York oder London ansässig sein. Aber mitten in Marrakech zieht er die Reichen und Schönen aus aller Welt an. Wer nicht genug vom Nachtleben bekommen kann, ist im Le Comptoir bestens aufgehoben. Das Le Comptoir, eine Mischung aus 1001 Nacht und luxuriösem Ambiente, überzeugt mit einer allabendliche Show und den besten Bauchtänzerinnen der Stadt. Hier genießt man seine Cocktails bis in den frühen Morgenstunden.

Marrakech muss man spüren und erleben. Sich einlassen. Zwischen Eselskarren und dekadenten Clubs kann man hier eine unvergessliche Zeit erleben. Ich hatte schon wilde Tage im Nikki Beach Club Marrakech und unvergessliche Abende mit einheimischen Heilern und Geschichtenerzählern auf dem Platz.

Buchtipp: Elias Canetti, Die Stimmen von Marrakech*

Aber jetzt gibt es auch etwas zu essen.

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Marokkanische Hackbällchen – eine kulinarische Entdeckungsreise
Author: Patrick Rosenthal
Serves: 4
Ingredients
  • ½ Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • ½ Bund Koriander, fein gehackt
  • 400 g Hackfleisch
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 TL Ras-El-Hanout
  • 1 Prise Salz
  • [b]Zutaten für die Sauce[/b]
  • ½ Zwiebel, gehackt
  • 1 Dose Tomaten in Stücke
  • 2 TL Butter
  • ½ Bund Koriander, gehackt
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 TL Ras-El-Hanout
  • etwas Salz und Pfeffer
  • 4 Eier
  • 200 ml Sahne
Instructions
  1. Hackfleisch, Zwiebel. Knoblauch, Olivenöl, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Ras-El-Hanout und Salz in eine Schüssel geben und verkneten. Fleischbällchen formen.
  2. Butter in einen großen Topf geben und zerlassen. Fleischbällchen und Zwiebeln zugeben und unter Wenden anbraten. Tomatenstücke, Koriander, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Ras-El-Hanout und 70 ml Wasser zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 20-25 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Eier mit Sahne verquirlen und 5 Minuten vor Ende der Garzeit über die Fleischbällchen gießen. Zugedeckt nochmals, bei ausgeschaltetem Herd 5 Minuten ziehen lassen.
  3. Mit Fladenbrot servieren.

 

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Vor ein paar Tagen hat uns Marc von Bake to the roots mit nach Spanien genommen, dann ging es auch schon mit Anna-Karina von Sie backt gern nach Belgien und in ein paar Tagen dürft ihr mit Judith vom Schokohimmel in die USA reisen….und damit ist die Reise noch nicht zu Ende. Es warten noch viele Reiseziel auf Euch.

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Schaut doch auch bei Facebook vorbei. Eine kulinarische Entdeckungsreise.

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9 Kommentare
  1. frauknusper
    frauknusper says:

    Liebster Patrick,
    was für ein wundervoller Beitrag. Ich möchte jetzt und sofort in den Flieger steigen und nach Marrakech. Die Bilder sind ja schon wundervoll aber all Deine Erzählungen lassen mich wirklich vor Ort sein. Das ist so wunderbar und berührt. Vielen Dank für diesen tollen Ausflug und Deine Hackbällchen klingen genauso wunderbar. 🙂
    DANKE.
    Liebste Grüße
    Sarah

    Antworten
  2. zorra
    zorra says:

    Oh, da krieg ich Fernweh und soweit ist Marrakesch gar nicht von mir entfernt. Ich hoffe ich schaffe es demnächst mal, oder am besten du gibst Bescheid, wenn du mal dort bist, dann komm ich rüber. 😉

    Antworten
    • Ich machs mir einfach
      Ich machs mir einfach says:

      Marrakech ist so wunderbar, da wäre ich jetzt auch gern …und eine Tajine kann niemals schaden…niemals. Lieben Gruß – Patrick

      Antworten
  3. SweetPie
    SweetPie says:

    Wow – das sieht ja traumhaft aus. Marakesch steht auf meiner Reiseliste auf Platz zwei und immer wieder schwärme ich von den bezaubernden Bildern. Das ist einfach eine tolle Stadt und mit Sicherheit eine Reise wert! 🙂

    Antworten
    • Ich machs mir einfach
      Ich machs mir einfach says:

      Marrakech muss man gesehen haben und sich einfach mal auf eine Stadt einlassen und treiben lassen. Du wirst sie lieben 🙂

      Antworten
  4. Schokohimmel
    Schokohimmel says:

    Hey, das sieht ja superklasse aus! Würzige Hackbällchen, mmhhh… Deine Bilder sind traumhaft und wecken a) Appetit und b) Fernweh :-). Bei mir wird es dann wieder süß :-).
    Liebste Grüße
    Ju

    Antworten
  5. Miss Gliss
    Miss Gliss says:

    Lieber Patrick,

    ein wunderbarer Einblick. Marakesch steht ja schon sooo lange auf meiner Wunschliste, aber jetzt hast Du es mir noch schmackhafter gemacht.

    Danke für die vielen, tollen Tipps.

    Liebe Grüße
    Claudia

    Antworten

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